
Der Igel gehört zu den beliebtesten Wildtieren in unseren Gärten – und gleichzeitig zu denen, die besonders auf unsere Unterstützung angewiesen sind. Als nachtaktiver Insektenfresser hält er Schädlinge wie Laufkäfer, Schnecken oder Tausendfüßer in Schach und profitiert von einer vielfältigen, giftfreien Gartenlandschaft. Naturbelassene Gärten bieten ihm Nahrung, Verstecke und sichere Winterquartiere. Doch in vielen modernen, „aufgeräumten“ Gärten fehlen genau diese Strukturen.
Igel leben dort, wo es viele Insekten gibt – denn sie sind ihre Hauptnahrung. Ein Garten, der Igel unterstützt, ist daher automatisch auch ein Garten, der Insekten schützt. Dazu gehören:
Solche Strukturen helfen nicht nur Igeln, sondern fördern die gesamte Artenvielfalt im Garten.
Gerade im Herbst wird es für Igel schwierig, ein geeignetes Winterquartier zu finden. Ein selbst gebauter Unterschlupf kann hier wertvolle Hilfe leisten. Der NABU empfiehlt ein robustes, wettergeschütztes Igelhaus, das sowohl als Schlafplatz, Winterquartier als auch zur Jungenaufzucht genutzt werden kann.
Unser Vereinsmitglied Werner hat aktuell einen Igel – liebevoll „Poseidon“ genannt – aufgenommen und gepflegt. Demnächst darf Poseidon in den Garten zurückkehren und sich dort frei bewegen. Für die Übergangszeit wird er weiterhin Futter angeboten bekommen, falls er seine neue Unterkunft aufsucht.
Werner schlägt vor, die Bauanleitung für ein Igelhaus auf unserer Website zu teilen – eine wunderbare Idee, die wir gerne aufgreifen.
Auch Bilder von Poseidons Ankunft und seinem Gehege können wir ergänzen.
Die vollständige Anleitung des NABU ist hier zu finden:
Zusätzlich empfiehlt der NABU:
Unsere 2. diesjährige Vogelstimmenwanderung fand fast schon traditionell am Muttertag statt – und erneut wurde sie zu einem besonderen Erlebnis. Bereits um 7 Uhr startete die Gruppe in Oberkalbach. Nach einer kurzen Begrüßung in der Ortsmitte ging es in Fahrgemeinschaften zum Startpunkt nahe des Festtagswaldes.
Konzert im alten Buchenwald
Thorsten hatte einen abwechslungsreichen Rundweg vorbereitet. Gleich zu Beginn führte er uns durch einen älteren Buchenwald, der mit einem beeindruckenden morgendlichen Vogelkonzert aufwartete. Buntspecht, Rotkehlchen, Zilpzalp, Amsel und Waldlaubsänger waren nur einige der Arten, die uns mit ihrem Gesang begleiteten.
Begegnungen und Blütenpracht
Am Rand einer Waldwiese entdeckten wir ein Reh, das aufmerksam unsere Gruppe beobachtete. Für einen kurzen Moment zeigte sich sogar ein kleines Kitz an seiner Seite, bevor es sich blitzschnell wieder im hohen Gras versteckte. Weiter bergauf erreichten wir eine Hochebene mit artenreichen Mähwiesen. Dort begeisterten uns Knabenkraut, Schwarze Teufelskralle, Schafgarbe, Wiesenflockenblume, Frauenmantel und viele weitere Pflanzen mit ihrer Farbenvielfalt.
Turmfalke und Neuntöter
Ein Turmfalkenweibchen auf einem Strommast zog schnell unsere Aufmerksamkeit auf sich. Es verspeiste ein größeres Insekt und startete anschließend zum nächsten Rüttelflug.
Ein besonderes Highlight folgte kurz darauf: Ein Neuntötermännchen, vermutlich gerade erst aus dem südlichen Afrika zurückgekehrt, saß auf einer Hochspannungsleitung und machte lautstark auf sich aufmerksam. Offenbar befanden wir uns in der Nähe seiner bevorzugten Hecke – vielleicht seinem zukünftigen Brutplatz.
Sommergoldhähnchen und Waldbaumläufer
Am Rand eines Fichtenwäldchens hörten wir die hohe, klare Silbe des Sommergoldhähnchens. Wenig später entdeckten wir einen Waldbaumläufer, der perfekt getarnt den Stamm einer Fichte hinauflief und mit seinem längeren Schnabel geschickt nach Nahrung suchte.
Rotmilan zum Abschluss
Kurz vor dem Ende der Tour zeigte sich noch ein Rotmilan, der majestätisch über Felder und Wiesen kreiste – immer auf der Suche nach Beute.
Mit insgesamt 30 beobachteten Vogelarten waren alle Teilnehmenden sehr zufrieden und freuten sich anschließend auf das wohlverdiente Frühstück zu Hause.
Zum Abschluss bedanken wir uns herzlich bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern – und besonders bei Manfred Lippert für die wunderschönen Bilder.
Das Jahr 2024 stellt eine Zäsur dar. Zum ersten Mal lag die globale Durchschnittstemperatur mehr als 1,5 Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau. Das hat spürbare Folgen: Extremwetterereignisse häufen sich, zerstören Lebensräume, fordern Menschen- und Tierleben und verursachen immense Kosten. Besonders hart trifft es den globalen Süden, der am stärksten unter den Auswirkungen leidet, obwohl er am wenigsten zu ihrer Entstehung beigetragen hat. Aber auch in Europa leiden die Menschen, denn dieser Kontinent erwärmt sich am schnellsten.
Unsere 10 Kernforderungen:
1. Die naturverträgliche Energiewende als Leitidee umsetzen
2. Wärmewende anpacken
3. Mobilitätswende einleiten
4. Sozial-ökologische Transformation der Industrie vorantreiben
5. Carbon Management einführen
6. Natürlicher Klimaschutz und klimafreundliche Landnutzung
7. Nachhaltige Finanzwirtschaft entwickeln und Finanzierung von Klimaschutz sicherstellen
8. Anpassung an die Klimakrise stärker in den Vordergrund stellen
9. Klimagerechtigkeit als zentrales Leitprinzip in ihrer ganzen Breite verstehen
10. Europäische und internationale Klimapolitik vorantreiben
Weitere Infos zu diesem wichtigen Thema finden Sie hier
Der Naturschutzbund Deutschland e.V. möchte Menschen dafür begeistern, sich durch gemeinschaftliches Handeln für die Natur einzusetzen. Wir wollen, dass auch kommende Generationen eine Erde vorfinden, die lebenswert ist, die über eine große Vielfalt an Lebensräumen und Arten, sowie über gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden und ein Höchstmaß an endlichen Ressourcen verfügt.
Wir möchten ein wenig Interesse für unseren Lebensraum wecken, in dem jede Pflanze, jedes kleine Insekt, das vielleicht gerade an unserem Gesicht vorbeigeflogen ist, so viel zu entdecken gibt, dass man es nicht einfach so hinnehmen sollte.
Der NABU legt großen Wert auf den sozialen Aspekt, die Gemeinschaft. Der gepflegte Umgang mit unseren Mitgliedern liegt uns am Herzen.
Wenn Sie sich vorstellen können für die Natur hier in Kalbach aktiv zu werden, Fragen oder Anregungen im Bereich Naturschutz haben oder mehr über den NABU erfahren möchten, schauen Sie doch einmal bei unseren Treffen vorbei. Weitere Informationen erhalten Sie beim Vorstand oder indem Sie über unser Kontaktformular mit uns in Verbindung treten.
Über von der NABU-Gruppe Kalbach geplante Aktionen und Veranstaltungen erfahren Sie auf dieser Homepage, aber auch über Veröffentlichungen in den "Kalbacher Nachrichten".